Eine ärztlich verordnete Behandlung: sanfte, rhythmische Griffe, die den Abfluss der Lymphe unterstützen und dabei als sehr wohltuend empfunden werden.
Die manuelle Lymphdrainage beginnt immer am Hals, wo sich die Hauptlymphgefäße befinden – es wird gewissermaßen von der „Zentrale“ zur Peripherie hin gearbeitet. Sie ist schmerzfrei und wird als sehr wohltuend, beruhigend und entspannend empfunden.
Mit rhythmischen, sich wiederholenden, sanft kreisenden Bewegungen wird die Lymphe aus dem Zwischenzellraum in die Abflussrichtung verschoben und die Lymphgefäßmotorik angeregt. Bei Lymphödemen kommen zusätzlich Ödemgriffe und Bandagierung zum Einsatz; Patienten lernen passende Entstauungs-, Atmungs- und Alltagsübungen.
Nachwirkungszeit
Viele Patienten spüren die Behandlung noch einige Stunden nach. Es empfiehlt sich, anschließend noch nachzuruhen und sich nicht direkt extremen körperlichen Belastungen auszusetzen.
Wann sie in Frage kommt
Ob eine manuelle Lymphdrainage für Sie sinnvoll ist, entscheidet Ihr Arzt. Er stellt die Verordnung aus und legt fest, an welchen Körperregionen gearbeitet wird – auf dieser Grundlage behandle ich.
Sprechen Sie deshalb bitte zuerst mit Ihrem Arzt. Er kennt Ihre Vorgeschichte und weiß, ob im Moment etwas gegen eine Behandlung spricht.
Bitte beachten
Nicht behandelt werden sollte bei akuten Entzündungen im Behandlungsgebiet (etwa einem Erysipel oder einer akuten Venenentzündung), bei einer frischen, noch nicht ärztlich abgeklärten Thrombose, bei unbehandelter Herzschwäche sowie bei einer akuten, unbehandelten Schilddrüsenüberfunktion – die Behandlung beginnt am Hals, in dessen Nähe die Schilddrüse liegt. Eine ausgeheilte Thrombose oder eine bereits ärztlich behandelte Krebserkrankung sprechen in der Regel nicht gegen eine Lymphdrainage; ob im Einzelfall etwas dagegenspricht, entscheidet Ihr Arzt bei der Verordnung.
Auf Verordnung: Diese Behandlung erbringe ich auf ärztliche Verordnung. Bringen Sie dafür bitte ein Privatrezept mit – was und wie viel verordnet wird, entscheidet Ihr Arzt.